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politik und technik

Über mich

Mein Name ist Josef Holnburger, ich bin 28 Jahre alt, wohne zur Zeit in Hamburg und studiere dort seit Oktober 2013 Politikwissenschaft.

Wer jetzt nachrechnet, stellt fest, dass ziemlich viel Zeit zwischen Schulabschluss und Studienbeginn verging. Das liegt daran, dass ich nicht den normalen „Werdegang“ durchlebt habe, sondern nach meiner Mittleren Reife zunächst eine Ausbildung zum Chemielaborant begonnen und diese 2009 abgeschlossen habe. Nach ein paar Jahren Arbeitserfahrung beschloss ich schließlich, meine Beschäftigung an den Nagel zu hängen und – unterstützt durch die Gewerkschaft IG BCE und einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung – ein Studium zu beginnen.

Wieso also erst eine Ausbildung zum Chemielaborant mit anschließendem „Geld verdienen“ um daraufhin etwas völlig anderes zu studieren und das auch noch am anderen Ende Deutschlands.

Ich studiere über den sogenannten dritten Bildungsweg – Berufserfahrung. Diese Möglichkeit zu studieren ist leider nicht besonders weit verbreitet und wird auch durch die Universitäten nicht beworben. Hamburg erweist sich an diesem Punkt allerdings als Vorreiter. Es ist hier möglich, mit abgeschlossener Ausbildung und anschließender Berufserfahrung eine Aufnahmeprüfung für einen Studiengang zu beantragen.

Die Auswahl des Studiengangs Politikwissenschaft fiel mir sehr leicht, da ich schon während meiner Ausbildung Gewerkschaftsmitglied der IG BCE und seit 2006 auch Jugend- und Auszubildendenvertreter bei der Roche Diagnostics GmbH war. Durch meine Erfahrungen als Jugendvertreter und vor allem als Mitglied der Gewerkschaft fand ich gefallen am „politischen“ und interessierte mich immer mehr für Ehrenämter, Debatten und Aktionen.

Mit Unterstützung meiner Gewerkschaft und mit Hilfe vieler Freunde war es mir überhaupt erst möglich, sowohl meine Leidenschaft zu entdecken und diese im Rahmen eines Studiums zu vertiefen. Meine Aktivität bei den Gewerkschaften habe ich weiter ausgebaut und bin mittlerweile Mitglied des Bundesjugendausschusses der IG BCE und der DGB-Jugend. Ich vertrete darüber hinaus die Interessen der deutschen Gewerkschaftsjugend im Europäischen Gewerschaftsbundes (ETUC Youth) und bin seit Dezember Mitglied des Vorstandes der EGB-Jugend. In diesem Vorstand vertrete ich im besonderen die Interessen junger Arbeitnehmer*innen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Tschechien und der Slovakei.

Mein Interesse für die Themen junger Arbeitnehmer*innen habe ich erst im Verlaufe mehrerer Jahre entwickelt, meine Faszination für Technik prägte mich jedoch schon von Kindesbeinen an. Meiner Neugier fielen dabei zahlreiche elektronische Geräte zum Opfer – erst sehr viel später war es mir möglich, Geräte nicht mehr nur auseinander zu bauen, sondern dies auch wieder instand zu setzen.

All diese Interessen konnte ich mittlerweile, zu meiner großen Freude, vereinigen. Der Großteil meiner hier veröffentlichten Artikel dreht sich deshalb auch um Technik und Politik. Beispielsweise: Wie können Rechtspopulisten den Diskurs auf Sozialen Netzwerken bestimmen? Welche Veränderungen sind durch die digitale Revolution für die Arbeitnehmer*innen zu erwarten? Aber auch: Wie verbreiten sich Verschwörungstheorien auf Facebook?

Letzteres betrifft eine Leidenschaft, welche ich ebenfalls spät entdecken konnte: Verschwörungstheorien, in all ihren Ausprägungen. Ich empfinde für dieses Thema eine morbide Faszination – täglich lese ich in offenen und geschlossenen Facebook-Gruppen über Verschwörungstheorien. Die flache Erde, Chemtrails, 9/11, der geheime Volksaustausch – ich interessiere mich vor allem dafür, wieso Menschen an solche Verschwörungstheorien glauben und wie man damit umgehen sollte. Durch das Internet können sich Menschen in ihrem Verschwörungsglauben radikalisieren und gegen Widerspruch immunisieren. Da ich dies für gefährlich und faszinierend zugleich halte, findet ihr auch hierzu den ein oder anderen Artikel.

Ich wünsche frohes stöbern.